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<3 Judith heiratet <3 . #04 - We did it . Mr & Mrs in love.

von Judith Drewke

Yes. Wir haben geheiratet.

Es schreibt dir Judith. Eine verheiratete Frau. 👰 Denn wir haben’s getan. Seit dem 20. November 2017 um 15 h sind wir Mann und Frau. Funfact am Rande: Der 20. November ist nun nicht nur (ein) Hochzeitstag von uns; auch die Queen hat ihrem Prinz Philip an diesem Tag das Jawort gegeben – und zwar vor 70 !! Jahren. Wenn das mal kein gutes Omen ist.

Und, und, und: wie war’s?

Schön. Es war wirklich schön. Wir hatten eine wunderbar-kleine Feier mit unseren Lieben.

Bevor ich zum eigentlichen Tag komme, eine Anekdote über fantastische Trauzeugen. Das sind nämlich solche, die einem am Abend vor der Trauung einen Beamer ins Wohnzimmer stellen, auf dem man Nintendo-Games in ultra-groß zocken kann – und einem mit selbst gemachten Lakritzschnaps die Nervosität nehmen. Merci an euch 2 Besten :*

Der große Tag begann dann mit – na klar – einem großen Hübschmachen. Brautstrauß und Blumenkranz mussten abgeholt werden und natürlich mussten wir uns alle in Schale schmeißen. Zum Glück fand die Trauung erst am Nachmittag statt – vor allem wenn kleine Kinder mit am Start sind, ein echter Gewinn (time to make it slow – und so!).

Ich hatte mich dazu entschieden, Make-up und Haare für die standesamtliche Trauung selbst zu machen – und glaube, es ist mir ganz gut gelungen. Ich wußte ja, dass ich diesen wunderbaren Haarkranz haben werde – und der steht schon fast für sich allein, oder?

Ein Traum von jas. slow fashion

Wie du aus dem letzten Post schon weißt, habe ich ein Kleid von uns getragen. Es wurde zwar nicht speziell für mich entworfen – das hätte ich für die standesamtliche Trauung auch als too much empfunden. Aber es ist eine individuelle Abwandlung unseres Longdress Grey.

Nina hat einen Spitzeneinsatz am Rücken integriert, der bis vorn über die Schultern reicht. Auch der Ausschnitt ist etwas verändert, sodass das Kleid insgesamt eleganter wirkt.

Braut - standesamtliche Trauung

Zwei Dinge liebe ich an diesem Kleid – natürlich neben dem Fakt, dass ich es unglaublich schön finde.

. Ich kann es IMMER tragen. Es passt in meinen Alltag. Ich kann es zur Arbeit, in der Freizeit oder im Konzert anziehen. Es ist nicht special-wedding, sondern special-me. Das macht es natürlich nachhaltig, da es kein 1-Mal-Kleid ist. Was aber noch viel schöner ist: Immer wenn ich es trage, werde ich an unsere standesamtliche Trauung erinnert. Ein besseres Erinnerungsstück gibt’s doch gar nicht.

. Das Kleid an sich in wandelbar. Ich konnte nun ein Hochzeitskleid draus machen – mit Ninas Hilfe und Knowhow, natürlich ; ) Für andere kann es ein Party-Kleid, ein Gala-Kleid, ein Freizeit-Kleid oder ein Workdress sein. Das Kleid passt sich den Bedürfnissen an – denn wir passen es Bedürfnissen an. Das ist unser Anspruch: Wir machen fashion für dich und versuchen deine Vorlieben mit unseren Schnitten perfekt zu matchen – bei mir hat’s schon mal geklappt ; )

Übrigens suche ich genau für diese Ansprüche auch noch ein Dress für kommenden Sommer. Meine momentane Favorit-Lösung: Ein gebrauchtes Kleid kaufen (z.B. bei Brautkleid bleibt Brautkleid in Frankfurt) und dieses dann individuell pimpen. Ob mir das gelingt? Ich werd’s sehen – und du dann erfahren.

Nervös? Ich war nervös.

Nun aber zurück zur Standesamtlichen: Je näher die Abfahrt zum Standesamt rückte, desto nervöser wurde ich. Warum? Das weiß ich selbst nicht so genau. Es fühlte sich wunderbar und richtig an – und dennoch war da ein Bauchgrummeln. Vielleicht, weil so viele dabei sein würden? Weil es ja nicht nur ein besonderer Tag für einen selbst ist, sondern auch für Freunde und Familie – und wir ihnen ebenso einen schönen Tag bereiten wollten?

Am Standesamt warteten dann schon eine ganze Menge Leute – und es wurden immer mehr. Zum Ende hin waren wirklich knapp 40 da, die uns gefeiert haben. Das war schon etwas ganz Besonderes.

Kurz vor der Trauung sind wir dann noch ins Anmeldezimmer (?), um unsere Trauzeugen ‚zu melden‘. Und was stellte sich heraus? Wir hatten sowohl Stammbuch als auch Trauanmeldung daheim liegen lassen. Da rutschte mein Herz schon kurz tiefer, zumal der Eindruck entstand: Ohne die 2 Sachen – keine Trauung 😱. Es ging dann trotzdem ohne – und die Heiratsurkunde kann man auch wunderbar zu Hause einheften. Hat auch was.

Du heißt ja immer noch Drewke.

Nachdem dies aus der Welt geschafft war, ging’s flux ins Trauzimmer. Was soll ich sagen: Die ‚Sache‘ an sich ist ja schnell vom Tisch. In 20 Minuten waren wir verheiratet. Jedoch hatten wir einen sehr netten Standesbeamten, der – obwohl es keine persönliche Ansprache gab – dem formellen Akt eine romantische Note gab. So erzählte er zum Schluss von einem alten Goethe-Zitat, welches ihn schon seit Kindertagen begleitet:

Willst du immer weiterschweifen?

Sieh, das Gute liegt so nah.

Lerne nur das Glück ergreifen.

Denn das Glück ist immer da.

Klingt natürlich irgendwie nach Plattitüde. Passt aber tatsächlich wunderbar – nicht nur zu unserer Trauung, sondern allgemein zum Lebensgefühl, das ich momentan verspüre. Anstatt immer weiter, immer mehr und immer Neues zu wollen, ist ein Innehalten und Besinnen auf das wirklich Wesentliche eine wunderbare Alternative. Und mein Mann gehört definitiv zum Wesentlichsten für mich <3

Unterschrift - standesamtliche Trauung

Tja, und eines war nach der Trauung jedem klar. Judith heißt weiterhin Drewke – und Tochter und Mann (nun) auch. Jaa, wir haben es anders gemacht als die meisten – denn bei uns wurde der Nachname der Frau zum Familienname. Mein Mann (ich muss mich echt noch dran gewöhnen!) flucht zwar ziemlich, nun alle Papiere umzuswitchen und Institutionen zu informieren – aber ich freue mich sehr sehr, dass wir nun alle Drewke heißen.

Mein Nachname hat eine persönliche und intensive Bedeutung für mich und erinnert mich an meine Wurzeln – auch wenn nicht mehr alle von ihnen da sind. Insofern war es mir wichtig, ihn zu behalten. Und ich bin sehr dankbar, dass mein Mann diesen Schritt mit mir gegangen ist.

Rosenblüten. Seifenblasen. Meenzer Liebe.

Der Empfang nach unserer Trauung war ein einziger Genuss. Denn es gab Rosenblüten UND Seifenblasen, wir wurden beklatscht und beprostet – und alle haben mit uns gemeinsam unsere Liebe gefeiert. Auch wenn das Standesamt von den Rosen nicht ganz so angetan war wie wir, werden wir diesen Sektempfang in wunderbarer Erinnerung behalten.

Genau wie die Gastfreundschaft im Weinhaus Michel. Ein Kellner, der sich eigentlich gar nicht hätte so bemühen müssen, hat es sich zur Aufgabe gemacht, uns wie Special-Guests zu behandeln. Mit kleinem Fotoshooting und Weineinführung inklusive. Dafür liebe ich die Mainzer und kann nur jedem empfehlen, den Michels einen Besuch abzustatten.

Ein Tipp noch zum Schluss: Nehm dir Zeit.

Einen Denkfehler hatten wir bei der Planung unserer Standesamtlichen: Wir haben gedacht, ein Flittertag reicht. Nun, ein paar Wochen später, finden wir es sehr schade, dass wir uns nicht mehr Zeit für uns genommen haben. Mit den Vorbereitungen, dem aufregenden Tag und den ganzen Nachwehen (Aufräumen, Geschenke auspacken, Karten lesen…) verpufft so ein Tag ziemlich schnell. Und irgendwie fällt das Paar selbst ziemlich schnell hinten über.

Für den Sommer haben wir uns daher fest vorgenommen: Wir nehmen uns Zeit für uns. Egal, ob wir gleich in die Flitterwochen starten oder nicht. Hallo, das ist unser Tag. Also machen wir mal langsam und was für uns. Das lege ich jedem Heiratswilligen ans Herz.

Bald geht’s hier dann planerisch weiter: Mit DJ, Catering, Fotograf, Kleid – und und und. Denn nach der Hochzeit ist vor der Hochzeit. : )

<3

Judith