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Arthurs Jahr: „Es gibt mehr da draussen als Zara, H&M und Co.“ ;)

WeißeJeansTop

von Arthur Abraham

Alternativen für Bio, Öko & Co.

Leute, die sich mit Nachhaltigkeit beschäftigen und versuchen, so gut wie möglich danach zu leben, haben oft dieses Problem: ,,Bio und Nachhaltigkeit sind oft ziemlich teuer…“.

Warum: Dadurch, dass nicht unbedingt in Massen produziert wird, keinerlei billige Chemie verwendet wird und die Produktion oft im Umland ist, steigt auch der Preis.
In diesem Blog zeige ich euch drei Alternativen zum Neu-Shoppen von Kleidung.

1/3 Alternativen zum Neu-Shoppen: Secondhand-Mode

Cool, individuell, stylisch, teilweise ziemlich günstig und natürlich ein großer Pluspunkt für Nachhaltigkeit. Ich persönlich liebe Secondhand-Mode. Ob das jetzt ein alter Pulli von meinem Opa oder der Fund des Jahrhunderts in einem kleinen Laden in tiefstem Osten Londons ist.

Secondhand hat einfach seinen Reiz. Natürlich kann ich verstehen, dass die Mode aus zweiter Hand nicht jedermanns Sache ist. Aber wenn man mal was ergattert hat, ist es ganz bestimmt ein Einzelstück und wenn dann alle anderen mit demselben Zara-Pulli durch die Stadt latschen, fallt ihr ganz bestimmt auf, durch Individualität oder wilden 70’s Prints. Außerdem muss man keinen schlechten Gedanken über Nachhaltigkeit verlieren, da man ja etwas wiederverwendet.

Frankfurt ist jetzt nicht unbedingt die Hochburg für stylische Secondhand-Läden. Trotzdem habe ich zwei Adressen für euch rausgesucht:

  • für eher schickere Anlässe ist Carpe Diem (Rossmarkt 12, 60311 Frankfurt ) ganz gut.
  • wer es eher jung und cool mag, geht lieber zu epiphany Vintage & More ( Zeil 10, 60311 Frankfurt).

Außerdem gibt es unzählige Blogs zu dem Thema, wie zum Beispiel der von Hindi Kiflai (www.dailyrewind.de), in dem sie ein Experiment gestartet hat und in einem Jahr, also an 365 Tagen, nur Secondhand tragen darf. Reinschauen lohnt sich auf alle Fälle.

Neben Secondhand-Läden gibt es da auch noch Tauschpartys. Da gibt es Klamotten sogar umsonst – wenn man selbst was zum Tauschen dabei hat natürlich. Ich selber war auch schon auf einer, aber das war eher so lala. Lasst euch nur eins sagen: geht niemals nachts ins Bahnhofsviertel von Frankfurt in eine muffige Kellerkneipe zu einer Klamottentauschparty….

2/3 Alternativen zum Neu-Shoppen: Upcycling

Upcycling unterscheidet sich insofern von Recycling, dass alte Sachen nicht wiederverwertet, sondern wiederverwendet werden. Natürlich ist Recycling gut, dennoch wird dabei immer noch eine große Menge an Energie benötigt. Beim Upcycling hingegen wird euer ,,Müll“ aufgewertet. Das heißt jetzt nicht, dass ihr eure alten Plastikflaschen bemalen und als Blumenvasen benutzen müsst. Upcycling ist nämlich viel mehr als nur basteln. Um euch zu zeigen was ich meine, könnt ihr gerne mal bei Blogs, wie zum Beispiel re:Blog stöbern und schaut auch mal bei www.upcycling-Deluxe.com vorbei (da gibt es Taschen aus alten Taxischildern!!!).

Persönlich finde ich das eine ganz gute Sache. In der Schule hatten wir das Thema übrigens auch schon: ,,Nehmen Sie ein altes Kleidungsstück aus ihrem Schrank und verändern Sie es“.
Also altes Cordhemd genommen, mega coolen Wollstoff für Lau dazu bekommen, Ärmel abgeschnitten und mit dem Wollstoff Ärmelabschlüsse und Kragen neu eingefasst.
Upcycling ist also etwas für Leute mit viel Fantasie und handwerklichem Geschick. Aber ein kleiner Tipp: Überlegt euch, ob ihr das, was ihr upcycelt, auch wirklich gebrauchen könnt.

3/3 Alternativen zum Neu-Shoppen: DIY (Do-It-Yourself)

Als Ex-Maßschneiderlehrling finde ich Klamotten selber machen natürlich total genial.
Es kostet euch wahrscheinlich Blut, Schweiß und vor allem Tränen, aber wenn ihr dann endlich fertig seid und euer Teil anhabt, fühlt ihr euch stolz wie Oskar. Das Einzige was ihr braucht, sind eine Nähmaschine, Stoff, ein wenig Werkzeug und einen guten Schnitt. Für Schnitte ist die Zeitschrift Burda immer eine gute Anlaufstelle; mein absoluter Favorit ist jedoch die Zeitschrift Cut. Diese erscheint halbjährlich und enthält neben Tipps, Tricks und coolen Artikeln auch immer drei Schnitte, wovon einer meistens ein Designer-Schnitt ist. Der einzige Nachteil ist, dass sie einigermaßen teuer (ca. 9€) ist. Die Investition lohnt sich aber.

Für Stoffe habe ich hier noch Adressen für euch:

  • gute Qualität und eine riesige Auswahl findet ihr bei JP-Stoffexport (Siemensstraße 2, 64546 Mörfelden-Waldorf)
  • nicht ganz so viel Auswahl aber fast genau so gut ist Karstadt (Zeil 90, 60311 Frankfurt)
  • holländischer Stoffmarkt (hier könnt ihr nachschauen wann der Markt in eurer Stadt ist www.stoffmarktholland.de/stoffmarkt/)

Kurzwaren (Knöpfe, Reisverschlüsse, Garne, usw.) findet ihr in Frankfurt hier:

  • Wächtershäuser, (Töngegasse 39, 60311 Frankfurt)
  • Toko, (Schäfergasse 17, 60311 Frankfurt)

So, das waren drei Möglichkeiten dafür, sich auch mit nicht ganz so viel Geld nachhaltig einzukleiden. Ich wünsche viel Spaß beim Stöbern nach tollen Lieblingstücken, beim Neuerfinden eurer alten Sachen und beim Nähen von individuellen Einzelstücken.

Euer Arthur

Mehr zum Thema im Blog:

Grüne Alternativen zum ‘Neu-Shoppen’ von Kleidung

Nachhaltigkeit in den Alltag integrieren

Individualität in Sachen Mode – eine Auswahl

Innovative Materialien in der Modeindustrie 

Grüne Trekking- und Outdoorklamotten

3 Gedanken zu „Arthurs Jahr: „Es gibt mehr da draussen als Zara, H&M und Co.“ ;)

  1. Toller und informativer Blog! Freu mich schon auf den nächsten 🙂

  2. […] Arthur euch in seinem ersten Blogbeitrag viele nützliche Alternativen zum Thema Alltagskleidung geliefert hat, lege ich den Fokus heute auf […]

  3. […] Wie alles begann – Arthurs ersten Post liest du hier. […]

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