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Innovative Materialien in der Textilindustrie – Ein Überblick.

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von Judith Drewke

Heute möchte ich auf eine Frage eingehen, die ich mir selbst erst vor kurzer Zeit beantwortet habe: Welche Alternativstoffe zu gängigen Materialien in der Textilindustrie gibt es eigentlich?

Innovative Materialien – ein kleiner Überblick:

– Modal: Viskosefasern, die zu 100 Prozent aus Cellulose bestehen. Werden bspw. aus Eukalyptus, Pinien oder – für uns besonders interessant – Buchen gewonnen.

– QMilch produziert aus den Abfallprodukten der Milchgewinnung Textilfasern. Die sogenannte Milchseide ist weich, steril, antibakteriell und schützt vor Körpergeruch

– Leinen: allgemein bekannt, aber vorübergehend von Baumwolle verdrängt. Nun kommt Flachs/Leinen wieder in Mode, da die Pflanze genügsamer ist und keine hohen Ansprüche an Lage und Boden stellt. Demnach kann sie leichter angebaut werden als (Bio-)Baumwolle.

– Nutzhanf (ihr lest richtig): Hanf ist eine sehr alte Nutzpflanze, die vor allem durch ihre sehr hohe Resistenz in Bezug auf Schädlinge auffällt. Das bedeutet, das Hanf nahezu überall wächst und dies ohne die Zugabe von Chemie. Sie benötigt wenig Wasser und ist genügsam in Bezug auf äußere Gegebenheiten. Hanf ist durch seine Beschaffenheit generell langlebiger als Baumwolle

– Bambus: Zwar im Wachstum umweltfreundlich und als Faser antibakteriell; allerdings in der Herstellung von Fasern und Garn sehr arbeits- und zeitintensiv

– Brennnessel: ähnlich Leinen oder Hanf; Brennnessel ist sehr genügsam im Anbau und in der Faserherstellung

– Kapokbaum: Die Tropenpflanze gilt als eine der leichtesten Pflanze der Welt. Momentan wird sie mit Baumwolle vermischt. Sie ist wasserabweisend und Schmutz unempfindlich.

– Pappel: Die Samenhaare der Pappel gelten als leichteste Pflanze der Welt. Momentan werden sie vor allem als Füllmaterial eingesetzt. Weitere Einsatzgebiete werden gerade erforscht.

Alternativen zu Baumwolle & Co. bereits vorhanden

Ihr seht, es gibt bereits einige Alternativen zu Baumwolle und Co. Hierbei gilt: Wenn uns Oma und Mama immer gesagt haben „Kind, deine Kleidung muss aus Baumwolle sein“, ist dies heute vielleicht nicht mehr ganz so richtig. Denn die Alternativen zeigen, dass (auch) andere Stoffe viele positive Eigenschaften haben.

Ansonsten gilt diese Liste eindeutig als unvollständig und wird weiter vervollständigt. Sind euch noch alternative Stoffe bekannt, die ich nicht aufgeführt habe? Schreibt sie an post(a)jas-slowfashion.de

Eure Judith

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2 Gedanken zu „Innovative Materialien in der Textilindustrie – Ein Überblick.

  1. […] Innovative Materialien in der Modeindustrie  […]

  2. Ein sehr guter Post, der alles ausreichend zusammen fasst. Ich habe mich damals auch durch alle Anfänger-Guides gelesen bevor ich dann nutzliche Information gefunden habe. Sowas ist äußerst hilfreich! Es ist vor allem schön zu wissen, dass alle mal klein angefangen habe. Das ist zwar eigentlich klar, aber wird gern vergessen.

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