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Startup. Verliert man sich bei der Gründung eines neuen Unternehmens?

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von Judith Drewke

Heute geben wir euch Tipps für die Gründung eines Startups. Es gibt wahnsinnig viele Themen über die man in diesem Zusammenhang bloggen kann. Ich entscheide mich für eine Frage, die mir selbst immer mal wieder im Kopf rumschwirrt und die ich in diesem Zusammenhang sehr wichtig finde:

Verliert man sich nicht, wenn man ein Unternehmen ganz von Beginn aufbaut?

Doch. Ich glaube, die Gefahr sich zu verlieren besteht immer. Am Anfang, als ich die Idee rund um jas. noch allein umsetzen wollte, habe ich mich verloren.

Es gibt einen Haufen Infos, die man von ganz vielen Stellen bekommen kann. Es gibt Internetseiten, die einem die wichtigsten Tools mit auf den Weg geben möchten und es gibt Veranstaltungen, die alle dieselben Themen behandeln. Irgendwann ist man zugeschüttet mit Input. Und an dieser Stelle habe ich einen Cut gemacht. Folgende Tipps für die Gründung haben mir geholfen.

Man muss als Gründer nicht alles können.

Ich habe mir für die Felder, die ich selbst nicht bearbeiten kann, Hilfe von außen geholt. Arbeitsteilung und Outsourcing helfen dabei, den Überblick zu behalten. Eines muss man sich klar machen: Man muss als Gründer nicht alles können und allein machen.

Selbstorganisation hilft.

Ein zweiter sehr wichtiger Punkt ist die Selbstorganisation. Als Gründer sitzt einem kein Vorgesetzter im Nacken, der die Präsentation bis vorgestern haben möchte. Man hat (meistens) keine festgesetzten Fristen einzuhalten. Daher ist es wichtig, sich selbst zu strukturieren. Hierfür nutze ich Aufgaben- und To-Do-Listen. Damit ich nichts vergesse, schreibe ich mir alles gleich auf und versuche es, in der gesetzten Frist zu erledigen. Hier kommt noch etwas anderes hinzu: Da kein direkter Druck von außen (zumindest in der Anfangsphase) gegeben ist, muss man sich diesen selbst schaffen. Neben der Selbstorganisation kommt daher auch die Selbstdisziplin hinzu. Warum etwas, was man nicht gern macht, einfach liegen lassen? Solche Fragen stellen sich während einer Gründung nicht. Alles Wichtige muss gemacht werden. Und da nicht viel Geld da ist, müssen es Gründer im Zweifel selbst machen.

Von Beginn an strukturieren.

Der letzte Aspekt, der mir in diesem Zusammenhang spontan einfällt, ist der Unternehmensaufbau. Auch wenn es sich bei einem Startup um ein sehr kleines Unternehmen handelt, ist dieser nicht zu vernachlässigen. Man baut sozusagen schon gleich zu Beginn den Grundstein für kommende Strukturen, Kulturen und Abläufe. Daher haben wir bei jas. schon sehr früh planvoll gearbeitet. Wir haben die Aufgabenbereiche aufgeteilt, uns eine Organisation für unsere Unterlagen überlegt (hier nutzen wir die Dropbox, denn wir arbeiten noch an getrennten Orten) und versucht alle Abläufe strukturiert anzugehen.

Manchmal verlieren wir uns trotz dieser Tipps für die Gründung und gegen das ‚über-den-Kopf-wachsen‘ immer noch. Aber nun haben wir uns ein Gerüst geschaffen, worin wir uns bewegen und auf das wir uns auch verlassen können. Das hilft – probiert es aus (auch Anzuwenden auf andere Situationen)

Eure Judith

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